17/18

Morgen beginnt offiziell die Spielzeit 2017/2018 mit dem ersten Pflichtspiel des S04. Im DFB-Pokal geht es in Berlin gegen den BFC Dynamo. Ich habe mir nie viel aus Testspielen gemacht, habe auch nicht jede Aufstellungsvariante seziert. Ich habe es da immer mehr wie Torsten gehalten.

Für mich ist diese Saison allerdings eine Besondere. Ich stehe am Scheideweg, inwieweit ich weiterhin den Verein begleite – vereinspolitisch und ein Stück auch emotional.

Ich habe eigentlich seit Jahren den Bezug zum Fußball verloren. Zu sämtlichen Wettbewerben, zum Drum herum. Das letzte Spiel einer anderen Mannschaft außer Schalke habe ich vor Jahren geschaut. Es ist lediglich der FC Schalke 04, der mich an diesen Sport gebunden hat. Für mich ist Schalke mehr, als der sportliche Erfolg eines Fußballvereins. Schalke ist für mich ein Anker für vieles – mit sozialer Verantwortung, Breitensport und Jugendarbeit – alles unter einem Dach.

Es gibt viele Dinge, die ich an meinem Verein mag, die mich sogar stolz oder gar dankbar machen:

  • Wir sind ein e.V. mit Mitbestimmungsrechten der Mitglieder
  • Schalke hilft der gebeutelten Stadt bzw. Region an allen Ecken und Enden
  • Schalke bezieht klar Stellung gegen Rassismus, Homophonie etc.
  • Schalke ist heterogen, man ist sich selten einig und doch wollen die meisten eigentlich das Beste für den Verein.

Und doch hat meine Beziehung zum Verein im vergangenen Jahr arg gelitten. Und dabei geht es in keinster Art und Weise um den (ausgebliebenen) sportlichen Erfolg. Vielmehr geht es um aus meiner Sicht um ersten Mal öffentlich ausgefochtene Grabenkämpfe, die deutlich gemacht haben, dass die Zeichen auf Schalke auf Änderung stehen.

Dies sind nur drei Punkte, die mich stark daran zweifeln lassen, dass die aktuelle Vereinsführung den Verein in eine Richtung entwicklen möchte, der mir zusagt und für den dieser Verein aus meiner Sicht stehen sollte. Und so rückt ein erneuter sportlicher Neuanfang für mich in den Hintergrund.

Ich lasse dieses Blog wieder neu aufleben, um für mich diese Entwicklung zu begleiten, zu reflektieren. Mit Sicherheit auch sportlich, aber vor Allem bezüglich der vereinspolitischen Entwicklung.

In diesem Sinne, auf eine gute Spielzeit 2017/2018. Was auch immer sie so bringen mag.

 

 

1 Kommentar zu „17/18“

  1. Ja, die vereinsinternen Entwicklungen sollten einem zu denken geben. Bin auch gespannt, was da in den nächsten Monaten und Jahren noch so auf uns zukommt.

    Trotzdem, oder auch gerade deshalb, freue ich mich, hier wieder regelmäßig was lesen zu dürfen. Bin auch darauf und deine Ansichten sehr gespannt!

    Glück auf! 🙂

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