Dominierend.

Der FC Schalke 04 schlägt Hertha mit 2:0. Ich bin selten rundum zufrieden und finde eigentlich immer ein Haar in der Suppe. Aber nach dem Spiel am Samstag Abend muss ich sagen, dass ich nichts am Spiel und dessen Verlauf auszusetzen hatte.

Schalke dominierte die Berliner über 90 Minuten, spielte konstant, mit System und ohne Hektik. Der Spielaufbau war überlegt, ohne behäbig zu sein. In den richtigen Situationen, zog Schalke das Tempo an und überspielte die Berliner Defensive. Vor allem in der ersten Halbzeit waren es immer wieder Angriffe über Bentaleb, die für Gefahr sorgten. Einmal Burgstaller, zweimal Goretzka wurden nahezu perfekt von ihm eingesetzt, konnten die Chancen aber nicht verwerten. Die zweite tolle Vorlage von Bentaleb konnte Burgstaller dann kurz vor der Pause nutzen.

So fühlt sich also eine verdiente Führung an.  Hat man auch nicht oft in dieser Saison gesehen.

Schalke schaltete dann im zweiten Durchgang etwas runter und stabilisierte die ohnehin schon sichere Defensive, ohne dabei zu vergessen, Nadelstiche zu setzen. So fiel das 2:0 dann auch durch einen schnellen Angriff über Badstuber, (wieder) Bentaleb und Goretzka, der seine vergebenen Chancen aus der ersten Halbzeit vergessen machte.

Weitere Eindrücke:

  • Das war das vielleicht beste Spiel von Bentaleb. Immer anspielbar, ballsicher, gute Übersicht und fantastische Anspiele. Dazu die zwei Torvorlagen. In dieser Form ist er in Schalkes Mittelfeld unersetzbar.
  • Gleiches gilt für Goretzka. Was für ein Spiel: Zwei Großchancen nicht verwertet. In einer 4 gegen 3 Situation den Ball vertendelt, um ihn dann postwendend zurückzuerobern und den Spielzug zum 1:0 einzuleiten. Schlussendlich das schöne 2:0.
  • Burgstaller: Oh my… Was liebe ich solche Spielertypen. Diese Präsenz, diese Wucht in den Zweikämpfen. Und dann noch torgefährlich.
  • Ich rede ungern über die Schalker Gegner, aber Ibisevic ist kaum zu ertragen. Unfassbar unsympathisch, unfair und dann auch noch schlecht.

Schalke überzeugte also nach den postiven Ergebnissen von München und Sandhausen. Und das in einer Konstellation, in der die Blauen das Spiel machen mussten. Das klingt positiv und macht Hoffnung auf die kommenden Wochen.

Bevor es am kommenden Wochenende zu einem weiteren richtungsweisenden Spiel nach Köln geht, steht das Hinspiel in der EL in Saloniki an. Ein Spiel, in dem es um mehr geht, als um das Weiterkommen. Aber dazu am Mittwoch mehr. Bis dahin genieße ich das Gefühl, dass Schalke zumindest für den Moment zu funktionieren scheint.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s